Jahrhundertbauwerk Schleuse

Die Schleuse Lüneburg in Scharnebeck wird ein technisch faszinierendes Bauwerk sein. Allein ihre Dimensionen sind beeindruckend: In direkter Nachbarschaft zum Schiffshebewerk errichtet, gleicht sie als höchste Schleuse Europas einen Höhenunterschied von 38 Metern aus. Bei einer Kammerlänge von 225 Metern und einer Kammerbreite von 12,5 Metern können auch die größten auf den Kanälen verkehrenden Binnenschiffe befördert werden. Die Schleuse wird als sogenannte Sparschleuse mit etagenförmig angeordneten Sparbecken in beiden Kammerwänden errichtet. Sie wird weltweit die mit Abstand höchste Schleuse dieser Bauart sein. Dies macht sie zu einem einzigartigen Bauwerk.

Nach dem heutigen Planungsstand werden die Bauarbeiten in der zweiten Hälfte der 2020er Jahre beginnen. Verantwortlich für die Planung und den Bau der neuen Schleuse ist die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV). Eine regionale Allianz – unter anderem getragen von der IHK Lüneburg-Wolfsburg, dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung sowie der Behörde für Wirtschaft und Innovation in Hamburg – hat es sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit der WSV den Neubau zügig voranzutreiben. Weiterführende Informationen zur konkreten Planung, zum Planfeststellungsverfahren und zum Bau finden Sie hier.

Aktuelles

Visualisierung der Schleuse Lüneburg bei Abendstimmung
© INGE Schleuse Lüneburg

12. Mai 2026

Planfeststellungsverfahren für die Schleuse Lüneburg steht kurz bevor 

Ein wichtiges Etappenziel für die Schleuse Lüneburg ist erreicht: Im November 2025 hat die Projektgruppe des Wasserstraßen-Neubauamtes Hannover (WNA) die Planungsunterlagen eingereicht und damit offiziell die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für das Vorhaben beantragt. Die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) prüft als zuständige Planfeststellungsbehörde die Unterlagen und wird das Verfahren zeitnah eröffnen. Der nächste Schritt ist die öffentliche Auslegung der Unterlagen in der Samtgemeinde Scharnebeck, die derzeit im Frühsommer 2026 geplant ist. Den konkreten Termin für den Beginn der Auslegung gibt die Planfeststellungsbehörde im amtlichen Veröffentlichungsblatt und den lokalen Tageszeitungen bekannt. Die Unterlagen werden außerdem online zur Verfügung stehen.

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Podiumsdiskussion zum Thema "Zukunft der Elbe und des Kanalnetzes am Elbstromgebiet"
© Luly Glez

12. Mai 2026

Appell an die Bundespolitik beim Elbschifffahrtstag 2026 

Alle zwei Jahre organisiert die Elbe Allianz den traditionellen Elbschifffahrtstag, der Binnenschiffer, Reedereien sowie verladende Wirtschaft und Häfen zusammenbringt. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Elbe-Seitenkanals fand der Elbschifffahrtstag in diesem Jahr erstmalig in Kooperation mit dem Bündnis Elbe-Seitenkanal e.V. (BESK) und der Hafen Lüneburg GmbH statt.  

Den Auftakt bildeten am 8. April parallele Mitgliederversammlungen der Elbe Allianz und des BESK, gefolgt von einem gemeinsamen Vorabendprogramm mit Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch und Lars Rohwer MdB, Vorsitzender der AG Elbe der Unions-Bundestagsfraktion.  

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Themen

Warum ein Neubau?

Das Schiffshebewerk Scharnebeck passieren jährlich rund 16.600 Güterschiffe. Es ist ein markanter Punkt auf dem Weg über den Elbe-Seitenkanal. Aufgrund seines beeindruckenden Baus ist es sowohl ein wichtiger Identifikationspunkt für die gesamte Region als auch eine Attraktion für Touristen. Warum soll hier nun also eine neue Schleuse gebaut werden?

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Wachstum für die Wirtschaft

Die Schleuse Lüneburg erschließt wichtige wirtschaftliche Potenziale für die ganze Region – sie ermöglicht Investitionen und schafft Arbeitsplätze. Zudem macht sie den Transport von Gütern von und nach Hamburg schneller und effizienter, Häfen und Handel können von einem gesteigerten Umschlag vor Ort direkt profitieren. Darüber hinaus verspricht sie ein neues Highlight für den Tourismus zu werden.

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Verkehrsträger der Zukunft

Die neue Schleuse soll das Binnenschiff als wichtigen Verkehrsträger der Zukunft stärken. Binnenschiffe sind gemessen an den Transportmengen immer noch das umweltfreundlichste Verkehrsmittel – ein Binnenschiff kann über 100 Lkws ersetzen. Auf dem Elbe-Seitenkanal werden jährlich durchschnittlich rund 9 Millionen Gütertonnen transportiert – und seine Kapazitätsgrenze ist noch lange nicht erreicht.

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Mehr Güter – weniger CO₂

Der Transport von Waren in Containern gewinnt auch in der Binnenschifffahrt zunehmend an Bedeutung. Insbesondere beim Containertransport von den Seehäfen ins Hinterland kommt dem Binnenschiff eine wichtige Rolle zu. Es stellt hier nicht nur eine preisgünstige, sondern vor allem auch eine umweltfreundlichere Alternative zum Transport über die Straße dar. Auch auf dem Elbe-Seitenkanal nimmt der Containertransport zu.

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Erklärfilm

Fragen & Antworten

Ihre Fragen – unsere Antworten

Warum eigentlich eine neue Schleuse? Wann werden die Bauarbeiten beginnen? Was bedeutet der Neubau für den Tourismus? Im Zusammenhang mit dem Neubau der Schleuse Lüneburg stellt sich eine Reihe von Fragen, auf die wir Ihnen Antworten geben möchten.

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Übersichtskarte

Der Elbe-Seitenkanal verbindet den Hamburger Hafen mit dem Hinterland und über den Mittellandkanal mit dem gesamten deutschen Wasserstraßennetz. Die Höhendifferenz von 61 Metern zwischen Elbe und Mittellandkanal werden mit nur zwei Abstiegsbauwerken – der Schleuse Uelzen und dem Schiffshebewerk Lüneburg in Scharnebeck – überwunden. Das Schiffshebewerk stellt jedoch aufgrund seiner begrenzten Troglänge zunehmend einen Engpass im norddeutschen Binnenwasserstraßennetz dar. Der Bund hat diesen Sachverhalt erkannt und den Neubau der Schleuse Lüneburg bei Scharnebeck als vordringliches Projekt in den Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgenommen.

Standort

Informationen vor Ort erhalten Sie hier

Informationszentrum am Schiffshebewerk Lüneburg

Am Unteren Vorhafen
21379 Scharnebeck

T +49 4136 9126-2931
F +49 4136 9126-2977

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